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Thea Raubinger, 18, Pfaffenhofen

Mal ehrlich: Zwei Wochen sind kurz. Was nimmt man da überhaupt an wertvollen Erkenntnissen und Erfahrungen mit?
Jungs sind wohl doch nicht die Oberschlauen, wenn es um Computer geht. Das dachte ich nämlich bis dato. Denn bei uns in der Schule, in der Informatik-AG, waren sie mit den Aufgaben immer schneller fertig. Das hat mich manchmal frustriert und an mir zweifeln lassen. Doch als ich nun bei IBM meine Mentorin Irene kennen lernte, die mir Zeit ließ, die Dinge zu verstehen und auszuprobieren, merkte ich: Hey, das kann ich auch alles!

Was habt ihr Zwei denn zum Beispiel gemacht?
Besonders spannend fand ich die Arbeit am Computer. Wenn Irene und ich vor einem Programm saßen, das nicht so laufen wollte wie gedacht. Dann haben wir versucht, dem Problem auf die Schliche zu kommen, programmierten um, bis wir das Optimum hatten. Das hatte so etwas von Detektiv spielen, den Schuldigen ausmachen und überführen.

Wie sehen denn jetzt deine Zukunftspläne aus?
Zunächst einmal mache ich in zwei Jahren mein Abi. Was dann kommt, weiß ich noch nicht so genau. Aber ich könnte mir schon gut vorstellen, in der IT-Branche zu arbeiten.
 
Thea Raubinger mit ihrer Mentorin Dr. Irene Stahl

Dr. Irene Stahl, 34,
Diplom-Informatikerin und Software-Entwicklerin bei IBM

Ganz generell: Was halten Sie von Projekten wie girls@D21?
Finde ich sehr wichtig. Denn in der Schule fehlt doch oftmals die Zeit, Mädchen in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathe oder Physik ausgiebig zu fördern. Da werden sie oft von den Jungen verdrängt – meiner Meinung nach. Für viele Mädchen ist es daher schwer, Zutrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Im Rahmen eines Projekts wie girls@D21 aber haben sie Zeit, sich den Bereichen von einer anderen Seite zu nähern und zu sehen, was damit auch beruflich zu machen ist.

Zum Beispiel könnten sie Informatikerin werden…
Genau. Und vielleicht sind Frauen sogar die besseren Informatiker. Denn im Job gefragt sind auch die so genannten Soft Skills. Und die haben Frauen. Sie sind disziplinierter und kooperationsbereiter, denken logischer und geben einfach nicht so schnell auf.
 
 
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