Estelle Gusejnow, 18, Dresden
Wie bist du
auf das Projekt girls@D21 aufmerksam geworden?
Ich habe davon in der Zeitschrift brigitte young miss gelesen.
Da stand, dass junge Mädchen gesucht werden, die Einsatzwillen
zeigen und Lust auf Teamwork haben. Die zukunftsorientiert
denken, sich für die IT-Branche interessieren und über
ihre möglichen Praktikums-Erfahrungen später auch
vor ihrer Klasse referieren würden. Alles trifft auf
mich zu. Da habe ich mich beworben.
Mit Erfolg. Aber warst du dann letztlich
mit dem Praktikum bei IBM auch zufrieden?
Auf jeden Fall. Alle waren supernett und aufgeschlossen. Hatte
ich gar nicht mit gerechnet, bei so einem großen Unternehmen
wie IBM. Auch dachte ich, dass es mir schwerfallen würde,
die ganzen Zusammenhänge von Annettes Arbeitsalltag zu
verstehen. Denkste. Annette hat sich total viel Zeit für
mich genommen, mir alles gezeigt und nicht nur erzählt
und erzählt, sondern auch erklärt.
Konkret: Was hast du mit Annette erlebt?
Ich war dabei, wenn Annette mit neuen Kollegen die ersten
Gespräche führte. Sie über das Aufgabengebiet
des Einzelnen erzählte und was IBM sich von der Zusammenarbeit
erhofft. Auch habe ich Annette zu Konferenzen und Kundenterminen
begleitet, wo sie dann über den aktuellen Stand verschiedener
IBM-Projekte berichtet hat.
Pures Neuland für dich?
Nicht wirklich. Ich habe schon in Dresden an der Technischen
Universität im Bereich Wirtschaftsinformatik in der Bibliothek
gejobbt. Dort wurde ich dann auch stutzig und fragte mich:
Warum laufen hier so viele Männer rum. Können Frauen
das etwa nicht?
Und, können Frauen es?
Warum nicht? Für mich steht jedenfalls fest, dass ich
nach dem Abitur Wirtschaftsinformatik studieren werde. Lieber
an der Uni als an der FH. Dann sind die Jobaussichten besser.
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Estelle Gusejnow mit ihrer Mentorin
Annette Opalka
Annette Opalka, 33,
Diplom-Informatikerin und Managerin bei IBM in der Softwareentwicklung
Eine gute Informatikerin – was
macht die aus?
Sie muss das Interesse und die Bereitschaft mitbringen, sich
immer wieder mit neuen Technologien auseinander zu setzen.
Auch sollte sie sich nicht scheuen, auf Menschen zuzugehen.
Demnach: Wäre Estelle für
den Job geeignet?
So wie sie die Sache angeht, bestimmt. Mich hat ihre Eigeninitiative
beeindruckt, mit der sie ihre Vorhaben durchsetzt. Das fängt
bei der Bewerbung für das Projekt girls@D21 an. Und dass
sie jetzt, auch nach dem Praktikum, den Kontakt zu mir und
den anderen Kollegen hält, finde ich einfach klasse.
Gab es eigentlich etwas, das Estelle
verwundert hat?
Estelle dachte, der Beruf der Informatikerin sei in erster
Linie technisch ausgelegt und gar nicht so kommunikativ. Da
habe ich sie mit meiner Arbeit schon überrascht. |