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Netzwerkadministratorin

Zu den Aufgaben gehört es, Betriebssysteme und sonstige Serverprodukte zu installieren und konfigurieren. Auch die Administration (BenutzerInnen anlegen, Passwörter zurücksetzen, Benutzerprofile erstellen, usw.) gehört dazu.
Netzwerkverbindungen (incl. Internetzugänge) müssen software- und hardwaremäßig sichergestellt werden, d.h. beispielsweise Kabel verlegen, Hubs, Switches, Router, Repeater aufstellen und ggf. konfigurieren.
Im Hardware-Bereich muss man den Server zusammenbauen, bei der Fehlersuche Hardwareteile austauschen etc. Und letztendlich ist auch die Beratungs-/Consultingtätigkeit bei der Auswahl von Hardware und Software sehr wichtig.
In einem Systemhaus heisst dies, diese Arbeiten nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch für KundInnen per Fernwartung oder vor Ort auszuführen.
Um eine Aus- oder Weiterbildung in diesem Beruf beginnen zu können, ist Erfahrung im EDV-Bereich zwar von Vorteil, jedoch nicht unbedingt nötig. Sehr viel wichtiger ist technisches Interesse und ein grundlegendes technisches Verständnis. Dieser Bereich ist auch sehr gut für Neueinsteigerinnen geeignet (auch wenn viele häufig das Gegenteil behaupten, um sich das Hacker-, Vollcheckerimage dieser Berufe zu bewahren). Gerade die sich rasend schnell wandelnde Softwarewelt eröffnet Neueinsteigerinnen sehr gute Chancen. (Gisela Schiele; Systemingenieurin)

Datenbankadministration

Datenbankadministratoren sind zuständing für den Betrieb einer oder meistens mehrerer Datenbanken. Dazu gehören schlüssige Konzepte für die Bereiche Speicherbedarf, Backup und Recovery, Überwachung des laufenden Betriebes, Qualitätssicherung des Datenmodells und Nutzerverwaltung ebenso, wie die möglichst effektive Durchführung vieler dieser Aufgaben. Dabei sind täglich neue Probleme zu lösen, da in den heutigen Zeiten von häufigen Releasewechseln der Software immer wieder neue Unverträglichkeiten auftreten oder Aufgaben anders gelöst werden müssen. Ein großer Teil der Aufgaben ist dank moderner Technik nicht an die persönliche Anwesenheit des DBA an einem bestimmten Arbeitsplatz gebunden, so das eine sehr gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf entsteht.
Die Tätigkeit eines DBA erfordert in hohem Maße vernetztes Denken und Gewissenhaftigkeit, da gerade in diesem Bereich kleine Änderungen große
Wirkungen haben können. Dazu ist ein Studium der Mathematik oder Informatik sinnvoll, wenn auch nicht Bedingung. Bei der Fehlersuche ist Ruhe und Genauigkeit oberstes Gebot. Teamfahigkeit gehört heute ohnehin zum Standard.
(Heike Hanz, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)

Multimedia

Informatikerinnen und Ingenieurinnen können in dem interdisziplinären Berufsfeld Multimedia in den vier Bereichen Projektleitung, Konzeption, Design und Programmierung eingesetzt werden, wobei der technische Anteil im letzteren am größten ist. Potenzielle Arbeitgeber sind Agenturen, Provider, Medien sowie alle Organisationen, die neue Medien (Internet, Intranet, CD-ROM, DVD etc.) einsetzen.
Gefragt sind in allen Tätigkeitsfeldern umfassende Kenntnisse der gängigen Multimedia-Technologien, von Programmiersprachen (z.B. Java, HTML, Pearl, Flash, Datenbankprogrammierung etc.) Über Webserver-Plattformen (z.B. Internet Information Server) bis hin zur Verarbeitung der unterschiedlichsten Datenformate (Text, Grafik, Sound etc.). Permanente Weiterbildung ist unerlässlich, denn in kaum einem anderen Bereich ist die technologische Entwicklung so rasant. Ebenso wichtig ist fachübergreifendes Schnittstellendenken, je nach Aufgabenbereich z.B. zu wirtschaftswissenschaftlichen, rechtlichen, gestalterischen, psychologischen oder werblichen Aspekten.
(Stefanie Bartels, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

Mikrotechnik

Die Mikrotechnik oder auch Mikrosystemtechnik ist ein relativ junges Arbeitsgebiet für Wissenschaftler und Ingenieure aller Art. Sie befasst sich mit der Miniaturisierung von mechanischen und optischen Komponenten, die in der Makrowelt bereits existieren, wie zum Beispiel Motoren, Pumpen, Ventile, Stecker und Schalter für Glasfasertechnik und vieles mehr. Die Verkleinerung ist aus mehreren
Gründen wichtig. Ein anschauliches Beispiel ist die Automobiltechnik.
In jedem Auto sind zunehmend Sensoren, wie der Airbag-Sensor, der einen Crash detektiert, oder die Drucksensoren im Einspritzer. Je kleiner nun die Sensoren sind, desto leichter bleibt der Wagen und desto geringer ist sein Benzinverbrauch. Das Gleiche gilt für den Preis. Kleine Sensoren brauchen weniger Material und weniger Energie in der Fertigung und sind deshalb billliger.
Zur Zeit wandert die Mikrotechnik aus den Forschungslabors heraus in die Industrie. Ihr wird ein riesiges Marktpotential vorhergesagt. Die Arbeitsmarktlage ist extrem gut.
Die Mikrotechnik ist ein außergewöhnlich interdisziplinäres Arbeitsgebiet. Hier finden Physiker, alle Sorten von Ingenieuren, Informatiker, Chemiker etc. spannende Aufgaben. Seit kurzem kann man auch an einigen Universitäten gezielt Mikrotechnik studieren, z.B. in Freiburg, Bremen oder Dortmund, oder es wird wie in Karlsruhe im Maschinenbau als Schwerpunktfach angeboten. Zusätzlich bieten zahlreiche Fachhochschulen Mikrotechnik oder spezielle Gebiete daraus an, z.B. Sensorsystemtechnik, Oberflächentechnik, Mechatronik, etc. Die Interdisziplinarität heißt aber auch, daß Mikrotechnik nichts für Eigenbrötler ist. Die Probleme sind meist zu komplex, als daß man sie alleine bewältigen könnte. Eine gewisse Aufgeschlossenheit anderen Menschen und deren Gedanken gegenüber sowie Freude an Teamarbeit sind daher dringend erforderlich.
(Ulrike Wallrabe, Institut für Mikrosystemtechnik, Forschungszentrum Karlsruhe)

Bioinformatik

Auch die Biologie ist immer mehr auf die Informatik angewiesen, vor allem für das Management und der Analyse erfaßter Daten. Außerdem können komplexe, sonst nicht sichtbare Prozesse auf dem Bildschirm simuliert werden. Potenzielle Arbeitgeber sind die pharmazeutische und chemische Industrie, die Mikrosystemtechnik, die Medizin und andere Forschungseinrichtungen.
Interesse an Biologie und Molekulargenetik sowie mathematisches Können sollte vorhanden sein.

Geoinformatik

In der Geologie werden unzählige Daten gesammelt: über die Bevölkerung, die Infrastruktur, die Umwelt etc. Klar, dass hier die Informatik nicht fehlen darf.
Kenntnisse elektronischer Messtechnik und ein gewisser Hang zu Zahlen wären hier von Vorteil.

Sicherheit in der Informationstechnik

In diesem Berufsfeld wird Viren wie "I love you" zu Leibe gerückt. Ein Berufszweig, der mit der voranschreitenden Vernetzung immer wichtiger wird.
Neben Software-Kenntnissen muss hier auch die Hardware in Bereichen der Nachrichtentechnik und der Kommunikationsakkustik beherrscht werden.

Wirtschaftsinformatik

Kaum noch ein Unternehmen ohne Internetpräsenz – da sind natürlich auch die entsprechenden Fachleute gefragt, die sich mit Marketing, Gestaltung und Programmierung auskennen.

     
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