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Julia Buchholz
Ein noch relativ junges Mädchen steht auf einem kleinen Flughafen und berührt mit den Fingern ein Flugzeug. Ein richtiges Flugzeug, eines, dass sich in die Lüfte erheben und wie ein überdimensional grosser Vogel dahinschweben kann. "Es ist ganz schwer", stellt sie fest. "Wie kann so etwas Schweres fliegen?" Gesunde Neugier? Einige Jahre später sieht Julia in Florida einen Spaceshuttle. "Das war das I-Tüpfelchen. In diesem Moment entschied ich Maschinenbau zu studieren. Mit dem Schwerpunkt auf Luft - und Raumfahrtechnik."
Damals besuchte Julia Buchholz noch eine deutsche Schule in den Staaten. Ein Jahr später zog sie erst einmal allein zurück nach Deutschland. Sie wollte keine Zeit verlieren, die Eltern aber noch ein Jahr in den USA bleiben. Julia ging nach Aachen. "Die Uni Aachen ist in Sachen Maschinenbau sehr gut ausgestattet, sie hat einen guten Ruf, gute Kontakte zur Industrie und 16 Vertiefungsrichtungen allein im Studiengang Maschinenbau", erzählt Julia, die inzwischen im neunten Semester Maschinenbau studiert. Allein in ihrem Semester waren sie zu Studienbeginn 600, darunter nur etwa 20 Frauen. Viel Lernerei?
"Bis zum Vordiplom war es sehr theoretisch. Daher wollte ich es auch schnell hinter mich bringen, danach ist das Studium anwendungsbezogener und das macht mir einfach mehr Spass." Pläne? "Ich will nicht bauen, ich möchte entwickeln und forschen." Und, gibt es Jobs? "Im Moment sieht es sehr gut aus. Selbst andere Industriezweige, wie die Autobranche zum Beispiel, werben Raum- und Luftfahrt-Techniker ab. Man wird sogar von Unternehmen gefragt, ob man nicht bei ihnen im Betrieb die Diplom-Arbeit schreiben will." Julia Buchholz wüsste keinen Grund, warum sie jungen Frauen von einem Ingenieurs-Studium abraten sollte. Also würde sie es wieder studieren, obwohl sie schon länger weiss, warum Flugzeuge fliegen können.
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