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Ulrike Reinsperger |
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| Fertigungstechnikerin |
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Als Frau kann man auf sehr unterschiedliche Weise auffallen. Im Minirock, als Rennfahrerin oder wegen des besonders schönen blonden Engelhaars. Besonderes eindrucksvoll aber ist ein Auftritt im Hörsaal Studiengang Maschinenbau. Wer als Frau im technischen Bereich studiert, kann auch heute noch relativ sicher davon ausgehen, sein Studiendasein nicht als Matrikelnummer zu fristen. "Jeder Dozent kennt deinen Namen, weiß deine Leistungen einzuschätzen, merkt allerdings auch, wenn du fehlst", erzählt Ulrike Reinsperger.
Der heute 28 jährigen ging es nach dem Abitur wie vielen anderen jungen Leuten auch, sie wusste nicht, was sie werden sollte, jobbte erst einmal als Fahrradkurierin; und weil ihr das Tüfteln und Reparieren am Drahtesel so viel Spass machte, entschied sie sich für eine Ausbildung zur Werkzeugmacherin. Da war ihre Begeisterung für Technik aber erst recht geweckt. Also schloss sie ein technisches Studium an, an der Technischen Fachochschule (TFH), Berlin, "vor allem, weil das Studium an der TFH kürzer ist als an einer Universität".
Nach dem vierten Semester legte Reinsperger ihren Schwerpunkt auf 'Fertigungstechnik', machte ein Praktikum bei Daimler-Crysler und im Juni 1999 dann nach vier Jahren ihr Diplom. Mit 1,2! Ihre Studienwahl hat sie nie bereut, im Gegenteil: "Wenn man als Frau etwas Technisches studiert, wird man ernst genommen." .
Im Juli hatte Reinsperger dann auch schon einen Job bei Rolls Royce in der Tasche. "Ich hatte mich auf drei Stellenausschreibungen beworben und es hat gleich bei zweien geklappt", erzählt die Ingenieurin. Damit hatte sie nicht gerechnet: "Ich konnte keinen Auslandsaufenthalt vorweisen und mein Englisch ist nur gutes Schulenglisch.".
Obwohl sie viel am Rechner sitze, sei ihr Job vielfältig und spannend, "immer wieder auch Herausforderung", sagt Reinsperger. Die frischgebackene Ingenieurin beschäftigt sich im sechsköpfigen Team unter anderem mit der Klärung technischer Fragen (in Sachen Montage) oder führt umfangreiche Soll-Ist-Vergleiche (Bauzustand von Triebwerken) durch. "Die Kommunikation untereinander, auch in der alltäglichen Arbeit, nicht nur bei den Meetings, ist enorm wichtig", sagt Reinsperger, denn wie lautet die Weisheit? "Disziplin auf dem Boden, bedeutet Sicherheit in der Luft." Fluggäste wissen das zu schätzen.
Berufsbild Fertigungstechnikerin |
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Ulrike Reinsperger |
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