|
|
| |
| |
Ute Kunter |
|
| |
| |
| Umwelt- und Verfahrenstechnikerin |
|
| |
"Die Technik war mir nie so wichtig, eher das Begreifen von Zusammenhängen", sagt Ute Kunter. Die 32 jährige Ingenieurin arbeitet für die 'Gesellschaft für Ökologistik'. Vergleichbar mit Unternehmensberatern erarbeiten die Gesellschaft Konzepte für Betriebe, darüber hinaus bindet sie aber ihre eigenen Mitarbeiter auch in die Unternehmen ein. Das heisst: Sie selbst übernehmen innerhalb des Betriebes Teilaufgaben. Im Fall von Ute Kunter, derzeit an der Charité in Berlin.
Der Job der Ingenieurin - die nach dem Abitur und einem halbjährigen Praktikum (Mercedes Benz) an der Technischen Fachhochschule Berlin "Umwelt und Verfahrenstechnik" studierte – ist also zweigeteilt. Sie verfolgt weiterhin die Umsetzung der Konzept-Idee, ist aber darüber hinaus für die innerbetriebliche 'Gefahrstoffversorgungs-Logistik' des Charité zuständig. Praxisnähe nennt man das. Kunter: "Konzepte lassen sich auf lange Sicht so besser umsetzen, denn die Erfahrungen, die man am eigenen Leib erfährt, können ins Konzept einfließen." Läuft der Laden dann - das kann schon ein oder zwei Jahre dauern – zieht sich die Gesellschaft nach und nach aus dem Projekt heraus.
"Auch, wenn ich während meines Studiums nicht gelernt habe, wie man mit unterschiedlichen Menschen kommuniziert, mit Gefahrgutfahrern beispielsweise, so kann ich doch sagen, dass ich durch mein Studium gelernt habe, Zusammenhänge zu erkennen und sie nüchtern zu betrachten", sagt Kunter. Und das sei ein gutes Handwerkszeug für ihre derzeitigen Aufgabenbereiche. "Leider ist auch das Betriebswirtschaftliche im Studium zu kurz gekommen", fügt Kunter an, und das fehle ihr schon manchmal. Aber gerade, weil Ingenieure -egal, welches Studium sie absolviert haben – in sehr verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt würden, müsse man sich so oder so immer wieder in sehr unterschiedliche Arbeitsfelder einarbeiten.
Es scheint also noch immer zu gelten: Dem Ingenieur ist nix zu schwör. Und wie ist es mit Job und Familie, kann das klappen, wenn man in einem Bereich arbeitet, in dem man in laufende Prozesse eingebunden ist? "Ja, schon ab April muss ich es auch irgendwann verbinden können. Da erwarte ich nämlich mein erstes Kind."
Berufsbild Verfahrenstechnikerin |
|
|

Ute Kunter |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|