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Elektrotechnik

Die Elektrotechnik befasst sich mit dem Entwurf, der Herstellung und dem Einsatz elektrotechnischer Produkte und Verfahren. Es werden zwei große Fachgebiete unterschieden:

Energietechnik
Sie beschäftigt sich mit allen Vorgängen der elektrischen Energieerzeugung, der Verteilung, der Verwertung und der Umwandlung elektrischer Energie in andere Energieformen wie Licht, Wärme, Bewegung.

Nachrichtentechnik
Sie beinhaltet das Nachrichtenwesen mit Fernsprecher, Fernschreiber, Rundfunk, Fernsehen und den dazugehörenden Messgeräten und Zubehör; schließt also Hochfrequenztechnik und Mess- und Regeltechnik ein; jüngere Entwicklungen sind Computertechnik, Wettersatellit, Weltraumsonden, Farbfernsehen.
Die Besonderheit der Elektrotechnik, dass man die elektrischen Größen wie Strom und Spannung elektrischer und magnetischer Felder weder sehen noch fühlen kann, sondern nur an den Wirkungen erkennt, verlangt große Fähigkeit zu abstraktem Denken und gutes Vorstellungsvermögen.
Multimedia

Informatikerinnen und Ingenieurinnen können in dem interdisziplinären Berufsfeld Multimedia in den vier Bereichen Projektleitung, Konzeption, Design und Programmierung eingesetzt werden, wobei der technische Anteil im letzteren am größten ist. Potenzielle Arbeitgeber sind Agenturen, Provider, Medien sowie alle Organisationen, die neue Medien (Internet, Intranet, CD-ROM, DVD etc.) einsetzen.
Gefragt sind in allen Tätigkeitsfeldern umfassende Kenntnisse der gängigen Multimedia-Technologien, von Programmiersprachen (z.B. Java, HTML, Pearl, Flash, Datenbankprogrammierung etc.) Über Webserver-Plattformen (z.B. Internet Information Server) bis hin zur Verarbeitung der unterschiedlichsten Datenformate (Text, Grafik, Sound etc.). Permanente Weiterbildung ist unerlässlich, denn in kaum einem anderen Bereich ist die technologische Entwicklung so rasant. Ebenso wichtig ist fachübergreifendes Schnittstellendenken, je nach Aufgabenbereich z.B. zu wirtschaftswissenschaftlichen, rechtlichen, gestalterischen, psychologischen oder werblichen Aspekten.
(Stefanie Bartels, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)
Mikrotechnik

Die Mikrotechnik oder auch Mikrosystemtechnik ist ein relativ junges Arbeitsgebiet für Wissenschaftler und Ingenieure aller Art. Sie befasst sich mit der Miniaturisierung von mechanischen und optischen Komponenten, die in der Makrowelt bereits existieren, wie zum Beispiel Motoren, Pumpen, Ventile, Stecker und Schalter für Glasfasertechnik und vieles mehr. Die Verkleinerung ist aus mehreren Gründen wichtig. Ein anschauliches Beispiel ist die Automobiltechnik.
In jedem Auto sind zunehmend Sensoren, wie der Airbag-Sensor, der einen Crash detektiert, oder die Drucksensoren im Einspritzer. Je kleiner nun die Sensoren sind, desto leichter bleibt der Wagen und desto geringer ist sein Benzinverbrauch. Das Gleiche gilt für den Preis. Kleine Sensoren brauchen weniger Material und weniger Energie in der Fertigung und sind deshalb billliger.
Zur Zeit wandert die Mikrotechnik aus den Forschungslabors heraus in die Industrie. Ihr wird ein riesiges Marktpotential vorhergesagt. Die Arbeitsmarktlage ist extrem gut.
Die Mikrotechnik ist ein außergewöhnlich interdisziplinäres Arbeitsgebiet. Hier finden Physiker, alle Sorten von Ingenieuren, Informatiker, Chemiker etc. spannende Aufgaben. Seit kurzem kann man auch an einigen Universitäten gezielt Mikrotechnik studieren, z.B. in Freiburg, Bremen oder Dortmund, oder es wird wie in Karlsruhe im Maschinenbau als Schwerpunktfach angeboten. Zusätzlich bieten zahlreiche Fachhochschulen Mikrotechnik oder spezielle Gebiete daraus an, z.B. Sensorsystemtechnik, Oberflächentechnik, Mechatronik, etc. Die Interdisziplinarität heißt aber auch, daß Mikrotechnik nichts für Eigenbrötler ist. Die Probleme sind meist zu komplex, als daß man sie alleine bewältigen könnte. Eine gewisse Aufgeschlossenheit anderen Menschen und deren Gedanken gegenüber sowie Freude an Teamarbeit sind daher dringend erforderlich.
(Ulrike Wallrabe, Institut für Mikrosystemtechnik, Forschungszentrum Karlsruhe)
Diplom-Ingenieurin (BA), Fachrichtung Informationstechnik

BA steht für Berufsakademie und bezeichnet ein duales Ausbildungsmodell, das durch einen Wechsel von Studienphasen an der BA und Praktikumsphasen im Ausbildungsunternehmen gekennzeichnet ist. Das Studium an der BA umfasst mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, theoretische und angewandte Informatik, verwandte Ingenieurwissenschaften und fachübergreifende Inhalte wie Betriebswirtschaftslehre und Projektmanagement. Vertiefungsrichtungen sind Netz- und Softwaretechnik, Ingenieurinformatik oder Projekt Management / e-business. Die an der Berufsakademie (BA) vermittelten Kenntnisse werden durch die praktische Arbeit im Ausbildungsunternehmen vertieft.
Die ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieure sind in der Lage, nach wissenschaftlichen Methoden an der Analyse von Problemen und deren Lösung mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnik zu arbeiten. Abhängig vom gewählten Studienschwerpunkt können sie z.B. auf folgenden Gebieten tätig werden: Entwicklung und Anwendung von technisch- wissenschaftlicher und kommerzieller Software, Datenbanken, Multimedia, Datenkommunikation (Internet), Prozessdatenverarbeitung (Steuerung, Überwachung und Optimierung industrieller Abläufe oder technischer Prozesse) oder im technischen Vertrieb und Marketing. Voraussetzung für ein BA-Studium ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Für das Studium der Informationstechnik sind Interesse und Begabung für die naturwissenschaftlich- technischen Fächer und Mathematik erforderlich. Grundkenntnisse in Informatik und erste Erfahrungen im Programmieren erleichtern den Einstieg in die Ausbildung. Englischkenntnisse sind zum Studium von Fachliteratur notwendig. Freude an experimentellem Arbeiten, selbstständige, sorgfältige und systematische Arbeitsweise, Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Kreativität sind weitere gute Voraussetzungen für Erfolg im Studium und in der beruflichen Tätigkeit.
(Dagmar Einert, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.)
     
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